Vom Braunkohletagebau zum Naherholungsgebiet

so lässt sich die Entwicklung von Hagenwerder beschreiben. Bis 1936 ist der Ort unter dem Namen Nikrisch bekannt. Zusammen mit benachbarten Dörfern jenseits und diesseits der Neiße gilt Nikrisch als einer der frühesten Siedlungskerne der östlichen Oberlausitz. 1937 wird der Ortsname geändert, Nikrisch heißt seither Hagenwerder und bildet mit dem Nachbarort Tauchritz eine selbständige Gemeinde.

Im Zuge der sächsischen Kreisreform 1994 wird Hagenwerder eingemeindet und ist damit ein Ortsteil der Stadt Görlitz. Die Erweiterung des alten Dorfkerns um ein großes Wohngebiet im Süden verdankt Hagenwerder dem Braunkohletagebau und dem dazugehörigen Kraftwerk. Beide Großbetriebe schlossen 1997 ihre Tore für immer.

Nach umfangreichen Sanierungs-und Rekultivierungsmaßnahmen befindet sich heute auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände ein attraktives Gewerbegebiet.

Auf dem ehemaligen Tagebau-Areal entstand nach dem Ende der Flutung des Tagebaus im Februar 2013 eine reizvolle Seenlandschaft mit zahlreichen Sport- und Freizeitmöglichkeiten zu Wasser und zu Lande. Der Berzdorfer See umfasst eine Wasserfläche von 960 ha, eine max. Wassertiefe von 72 m, ein Wasservolumen von 330 Mio. m³ und ist einer der größten Seen in der sächsischen Lausitz. Neben einer hohen Lebensqualität bringt er auch ein großes Potential für den Tourismus mit sich. Freizeit- und Erholungsgebiete bieten allen Naturliebenden Entspannung und Erholung.

Durch die Nähe zum Grenzfluss Neiße bietet Hagenwerder direkten Zugang zum hervorragend ausgebauten Oder-Neiße-Radwanderweg.

LINKS

www.berzdorfer-see.eu
www.info-berzdorfersee.de


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Schaufelradbagger

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Rekultivierung am Berzdorfer See